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Zum Termin in der Mittelschule am Do.,18.05. waren über 140 potentielle Spender/innen erschienen. Auf Grund des großen Andrangs sind einige wieder ohne zu spenden gegangen. Das BRK Heroldsberg bemüht sich bereits darum, dass der Blutspendedienst aus Wiesentheid ein größeres Team mit mehr Liegen für künftige Termine bereit stellt.

Zur Spende wurden 127 Blutspender/innen zugelassen, davon zwölf Erstspender/innen, darunter viele junge Leute. Herzlichen Dank an alle Spender/innen, an die neun ehrenamtlichen Helfer des Blutspendebetreuungsteams und die Mitarbeiter des medizinischen Teams, die den Ansturm dennoch gut bewältigt haben.

Ehrungen

Geehrt werden konnten: Britta Ziegler und Mario Skudre (beide aus Eckental), Christin Winter aus Nürnberg sowie Annika Nebert aus Kalchreuth für dreimaliges und  Erwin Simon aus Eckental sogar für 100maliges  Blutspenden.

Nächster Termin ist in Heroldsberg am 13. Juli 2017 von 17:30 bis 20:30 Uhr in der Grundschule Schustergasse 5 .

Für das Blutspendebetreuungsteam des BRK Heroldsberg Detlef-Lutz Pertek

In aller Frühe wurden die Bewohner vom getucker geweckt: Ca. 100 Traktorfreunde hatten sich auf den Weg gemacht, um sich mit ihren historischen Fahrzeugen und Zubehör auf dem weitläufigen Gelände um das BRK Zentrum in Etzelskirchen ihren Platz zu suchen.

Mit einem evangelischen Gottesdienst mit Pfarrer Schlee im Festzelt begann das Fest dann offiziell. Anschließend begrüßte der Heimleiter Jan Pyschny die zahlreichen Besucher und bedankte sich bei allen fleißigen Helfern aber besonders bei seinem Hausmeister Rüdiger Leisgang, der das Traktortreffen mit seinen Freunden wieder in bewährter Weise organisiert hat. Doch heuer stahlen die Kleinen den Originalen die Show. Der Rentner Otto Prior aus Hessen baut Oldtimer-Traktoren originalgetreu nach und hat 2 „Miniatur-Eicher“ mitgebracht. Diese waren den ganzen Nachmittag umschwärmt von den kleinen Festbesuchern, die heute mal selber einen Bulldog fahren konnten so richtig mit Gaspedal, Bremse und Beleuchtung wie die „Großen“.

In die Vorkriegszeit zurückversetzt fühlten sich die Besucher, wenn sie das Dreschen mit dem Dreschflegel ausprobierten oder den Etzelskerchner Waschweibern bei ihrer mühevollen Arbeit zusahen. Besonders die kleinen Mädchen waren begeistert, wenn sie mal die Wäschestücke in der Zinkwanne bearbeiten durften. „Wir sind schon froh, dass es die Waschmaschine gibt“, waren sich dagegen die Mütter einig. Von Weitem lockte das duftende Brot ganz frisch aus dem Backofen vom „Armen Bauernbeck“ aus Höchstadt und am Zeltplatz zeigte ein Künstler an der Kettensäge, wie er das Holz bearbeitet und aus den rohen Stücken verschiedene Tiere und Figuren entstehen.  Die Bewohner selber boten ihre getöpferten und gebastelten Werke zum Verkauf an.

Viele Besucher konnten sich bei speziellen Führungen einen Einblick verschaffen in die Räumlichkeiten und das Arbeiten in der Rettungswache und dem Seniorenheim.

Der BRK Kreisvorsitzende Stefan Müller ließ es sich nicht nehmen, ein Grußwort an die Bewohner, Besucher und die vielen ehrenamtlichen Helfer zu richten. Zusammen mit der Kreisgeschäftsführerin Beate Ulonska aus Erlangen nahm er die Gelegenheit wahr, den ersten Heimleiter des Hauses Erich Silberhorn für sein 60-jähriges und seine Frau für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement für das Rote Kreuz zu ehren.

Bis in die Abendstunden genossen die Bewohner und Besucher die besondere Atmosphäre auf dem weitläufigen Gelände und ließen sich auch von einem kurzen Regenschauer nicht vertreiben.

Doris Kratz
16.05.17

Erlangen, 17/05/17

Ungewöhnlich viele Rettungsdienstmitarbeiter des BRK Erlangen fanden sich gestern Abend vor der Treppe des Institutes für Anatomie in Erlangen ein.

War wohl etwas passiert  ? Nein, es ging um eine spezielle Fortbildung in Anatomie für unsere Auszubildenden zum Notfallsanitäter und ihre Praxisbetreuer.

In der rettungsdienstlichen Ausbildung wird anatomisches Wissen durch Lehrbücher, Modelle und Filme vermittelt. Einen sehr wichtigen Aspekt stellt aber das reale Betrachten des Aufbaues des menschlichen Körpers, seiner Struktur, der Lage der Organe, dem Zusammenhang zwischen den Organen, dar.

In der Abendveranstaltung erklärte Dr. Thomas Buder vom Lehrstuhl für Anatomie 1 der Universität Erlangen-Nürnberg dazu in einem Kurzvortrag die Aufgaben des Anatomischen Institutes, und die Regularien zur Körperspende. Weiter ging es mit einer Besichtigung der Anatomischen Sammlung.

An realen anatomischen Präparaten mit dem Schwerpunkt Thorax, Lunge, Herz, Bauchraum konnten die Teilnehmer dann Lage, Größe, Form plastisch sehen und fühlen.  Für die schnelle Hilfe und Rettung bei chirurgischen Notfällen sind das wichtige Grundlagen, damit ordnungsgemäß geholfen werden kann.

Die Teilnehmer bewerteten die Fortbildung mit „ Hervorragend “. Über das Lob freute sich die Rettungsdienst-Leitung, zugleich ist es Ansporn, diese spezielle Fortbildung in Zukunft   in die  Ausbildung der Notfallsanitäter beim BRK Erlangen ständig aufzunehmen. Herzlichen Applaus erhielt Herr Dr. Buder, der die Fortbildung durchführte, für sein Engagement.

Erlangen, 16/05/17

Mohammed M. ist heute 18 Jahre alt, und Mitglied in der Bereitschaft Erlangen 1 unseres Kreisverbandes. Er machte dort die Grundausbildung im Sanitätsdienst, und ist bei Übungen und Sanitätsabstellungen mit dabei, und freut sich schon auf seinen Dienst an der kommenden Bergkirchweih.

Im September 2015 ist er mit seinen Eltern nach Erlangen gekommen, nach der Flucht aus Syrien. Seine Familie mit Vater, Mutter, ihm selber und  zwei Geschwistern war 18 Tage unterwegs von Syrien bis nach Deutschland.  Mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln wie Bus, Schiff, Eisenbahn ging die Reise von Idlib, einer Stadt in Syrien  in der Nähe von Aleppo, mit 164.000 Einwohnern, auf Grund der dortigen Verhältnisse über die Türkei, Griechenland bis nach Deutschland, zuerst nach München. Von dort ging es nach Zirndorf, und schließlich nach Erlangen, zuerst in die damalige Notunterkunft in der Rathenaustraße.

Durch ein Gespräch mit seinem Betreuer ist er eigentlich auf das Rote Kreuz gekommen, und die Möglichkeiten sich dort zu engagieren. So hat Mohammed dann  Kontakt mit der Bereitschaftsleiterin der Bereitschaft Erlangen 1, Renate Nachtmann  an einem Dienstabend aufgenommen, und sich angeschaut, was es für Möglichkeiten gibt, sich als Helfer zu engagieren, und ist schließlich in die Bereitschaft eingetreten.

Die anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten wurden schnell überwunden, und mittlerweile kann Mohammed auch schon gut Fränkisch verstehen. Sehr hilfreich beim Deutschlernen ist dabei der direkte Kontakt mit Helferinnen und Helfern in der Ausbildung, im Dienst, und auch in der Freizeit; mit gutem Willen und ein paar Brocken Englisch und Deutsch ging es dann schnell voran.

Mohammed war bis zur 10. Klassen in Syrien auf dem Gymnasium, in Erlangen steht in einiger Zeit  die FOS an, er hat Interesse an technischen Berufen, hat sich aber noch nicht entschieden, welche Richtung er einschlagen will.

Was sind die Beweggründe für Mohammed sich beim Roten Kreuz ein zu bringen ? Er will selber helfen, es macht ihm Spaß anderen in Not zu helfen.  Er hat selber auf der Flucht Hilfe erfahren, und ist dankbar dass ihm geholfen wurde. Die Ausbildung als Sanitäter macht ihm Freude, er hat vorher keinerlei Kontakt zum Roten Halbmond, einer Schwestergesellschaft des DRK in Syrien, gehabt. Von der Beatmung, über Blutdruck messen bis hin zum Anlegen von Halskrausen und dem Umgang mit Rettungstuch und Krankentrage lernt er alles Nötige, um Im Notfall rasch helfen zu können.

An Erlangen gefällt ihm die Universität, die Möglichkeiten die sich für Ihn bieten, eine gute Ausbildung bzw. Studium zu bekommen. Klasse findet er auch die Bergkirchweih, ein Fest in dieser Größe kannte er vorher nicht. Und ihm gefällt die Offenheit der Erlanger, der Slogan „Offen aus Tradition“ wird hier gelebt, besonders  auch beim Roten Kreuz mit seinen sieben Grundsätzen.

Nicht nur in Erlangen, auch an unseren anderen Standorten gibt es Neues über Integration zu berichten, demnächst hier.

Wahlspruch des Clubs: „Schätzt einander, helft einander und ertragt einander“

Zur Festveranstaltung zum 40. Jubiläum des BRK Seniorenclubs Weiher konnte Herr Lothar Hauffe als Vorsitzender am 8. April viele Mitglieder des Seniorenkreises, darunter 2 Gründungsmitglieder aus alten Tagen, sowie zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Gekommen waren seitens des BRK Kreisverbandes Herr Stefan Müller (MdB) als Vorsitzender, Melitta Schön als 1. stv. Vorsitzende und Frau Beate Ulonska als Geschäftsführerin. Aus Weiher waren Herr Bürgermeister Frederik Ruth und Herr Heinz Wölfel aus dem Gemeindesrat vertreten. Herr Josef Ringler sorgte für die musikalische Umrahmung.

Für die beiden großen Konfessionen waren Herrn Ralf Thormählen als Pfarrer der evangelischen Kirche und Herr Dekan Josef Dobeneck als Pfarrer der katholischen Kirche erschienen, beide aus Uttenreuth kommend, zu deren Pfarrsprengel Weiher als Ortsteil von Uttenreuth zählt. Beide Geistliche würdigten in einer gemeinsamen ökumenischen Andacht den besonderen Anlass der Festveranstaltung.

 

Bürgermeister Frederik Ruth äußerte seine große Befriedigung über die gute Auslastung des Bürgerhauses, das sich längst gegen alle Zweifel als wichtige und belebende Begegnungsstätte der Gemeinde bewährt hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herr Stefan Müller lobte in seinen Grußworten das heutige Bürgerhaus als zentralen Ort der regen Vereinstätigkeit in Weiher. Es war der beharrlichen Hartnäckigkeit zahlreicher Gemeinderatsmitglieder und vor allem Herrn Lothar Hauffe, sowie dem früheren Bürgermeister Karl Köhler zu verdanken, dass man das Bauvorhaben gegen bestehende Bedenken durchsetzen konnte. Herr Müller sprach zudem Herrn Hauffe für dessen langjähriges und sehr aktives Engagement einen besonderen Dank aus, der u.a. dafür sorgte, dass das BRK mit freiwilligen Helfern die wichtige Aufgabe der Bewirtung für den Seniorenkreis übernahm.

 

 

 

Ehrungen

 

 

Neben den beiden Vorsitzenden Herrn Lothar Hauffe und Herrn Klaus Döring, wurde dem gesamten Helferteam Dankesurkunden in Würdigung ihrer kontinuierlichen und großartigen ehrenamtlichen Tätigkeit nebst weiteren Geschenken ausgehändigt. Alle langjährigen Mitglieder (mindestens 10 Jahre) des Seniorenkreises erhielten zudem eine Erinnerungsurkunde.

Nach so vielen anstrengenden Reden stärkte sich die Festgemeinde erst einmal mit einem deftigen Mittagsmahl bei Sauerbraten und Schäuferle nebst Blau- und Sauerkraut und fränkischen Klößen.

Der Nachmittag war dann nach einer kurzen musikalischen  Einlage einem bebilderten und mit Beamer präsentierten Rückblick gewidmet, in dem Aufnahmen aus alten Tagen den Wechsel aus dem alten Gemeinde- hin zum heutigen Bürgerhaus dokumentierten und zahlreiche Gruppen und Einzelbilder den Werdegang des Seniorenkreises aufzeigten.

In seinem Schlusswort Danke Herr Lothar Hauffe ausdrücklich allen institutionellen Spendern für ihre Zuwendungen in Anlass des Jubiläums. Gleicher Dank galt natürlich allen Mitwirkenden, die in der Vorbereitung und der Durchführung der Festveranstaltung beteiligt waren.

BRK-ERH
16/05/17

In der April-Veranstaltung der „Junggebliebenen“ im FW-Haus Kleingeschaidt referierte der BRK-Ausbildungsleiter A. Lambert über Haushaltsunfälle, deren Vermeidung und  Hilfsmaßnahmen.

Er führte dazu aus, dass das Risiko eines tödlichen Unfalls im Haushalt (Hh) ungleich höher sei als im Straßenverkehr, wo im Jahr 2015  z.B. 3.459 Menschen bei Unfällen starben. Die Zahl der tödlichen Hausunfälle wächst seit 2007 Jahr für Jahr. Hierzu führte er weiter hin aus, dass alte Menschen wegen nachlassender Muskel- und Sehkraft besonders sturzgefährdet seien.
Oft fehle die Einsicht, manche Dinge im Hh ohne Hilfe nicht mehr zu schaffen. Da sie oft allein lebten, würden sie bei Unfällen vielfach zu spät gefunden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts hat es 2015 in Hh 9818 Tote gegeben und Stürze sind mit mehr als 80 Prozent die ganz überwiegende Ursache tödlicher Hausunfälle etwa beim Fensterputzen oder beim Stolpern über Teppichkanten, Staubsaugerkabel usw.. Hinzu kommen nach früheren statistischen Erhebungen von 2013 unter anderem Brände und Ersticken, Vergiftungen und Ertrinken.“ Die Unfallzahlen im Hh lassen sich schlecht statistisch erfassen, denn viele kleine Verletzungen wie bspw. Schnittwunden, kleine Verbrennungen und/oder „blaue Flecken durch Prellungen“ etc. werden nicht gemeldet; die Hauptunfallsache sind aber wie gesagt die Stürze im Haus.

Er nannte dann vorbeugende Maßnahmen:

In jedem Hh sollte ein Verbandskasten wie im KFZ gelagert und schnell greifbar sein, grundsätzlich sollen Hektik und Stress im Hh vermieden werden! Bei Unfällen die Unfallstelle absichern und Unfallursache

beseitigen und Haushaltshandschuhe anziehen – auch im Verbandskasten vorrätig! Es gibt eine kostenlose Info-Broschüre ( das-sichere-haus.de/broschueren/haushalt/… ). Auch verwies er auf den Hausnotruf-Dienst des BRK hin, der 24 Stunden rund um die Uhr verfügbar ist, den ältere Menschen, die trotz Alter, Krankheit oder Behinderung in ihrer häuslichen Umgebung wohnen, in Anspruch nehmen können.

Was kann man allgemein gegen Verletzungen etc. tun – Ursachen beseitigen !

  • Scharfe Ecken und Kanten polstern oder abrunden,
  • Stolperfallen beseitigen  – keine Vasen, Putzeimer  etc. herum stehen lassen,
  • im Gehen „lesen“ sollte man vermeiden, ebenso Hektik abstellen,
  • die Standfestigkeit erhöhen (festes Schuhwerk, Antirutschmatten unter Teppichen und Läufern, keine Flipflops auf Leitern), ,
  • schwere Gegenstände nicht über Kopfhöhe lagern,
  • Stühle und Tische stellen keinen Leiterersatz dar
  • kaputte Geräte und Gegenstände austauschen  bzw. außer Betrieb nehmen,
  • Verlängerungen von Kabeln über mehrere Steckdosen sowie Quetschungen von Kabeln vermeiden.

Was kann man selbst machen – HELD  (die Abkürzung für allumfassende Maßnahmen)

H = Hilfe rufen

E = ermutigen und trösten

L = lebenswichtige Funktionen kontrollieren (Bewusstsein und Atmung, evtl. Pulskontrolle)

D = Decke unterlegen und zudecken

Dann den Eigenschutz beachten und evtl. einen NOTRUF absetzen, Rettungsdienst u. Feuerwehr sind unter 112, hausärztlicher Notdienst 116 oder 117 erreichbar!

  • Bei kleineren Verletzungen wie Verbrennungen u. Verbrühungen durch heißes Fett oder Wasser sollte man steril abdecken, nur dann kühlen, wenn die Wunde nicht größer als eine Hand ist; zu viel Kühlung schadet; vorher aber Herdplatte und/oder Stromleitung ausstellen,
  • keine Hausmittel wie Milch, kein Öl u. Gel, keinen Klebstoff verwenden (Wadenwickel u. Tees sind gut),
  • bei normalen Verletzungen keine Desinfektionsmittel nehmen, lieber dies den Arzt machen lassen,
  • Knochenbrüche sind nur bei offenen Wunden erkennbar, evtl. stabile Seitenlage, bevor jemand bewusstlos wird,
  • Druckverband anlegen, aber kein Papiertaschentuch etc. verwenden, polstern u. Schonhaltung nicht verändern, sondern unterstützen;
  • hat jemand einen Schock zuerst Schocklage durchführen (Beine ca. 30° Grad hoch-, Oberkörper flach legen) u. NOTRUF absetzen; keine bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Becken- u. Bauchverletzungen!
  • Bei Vergiftungen sofort Notruf absetzen.

In der Juniveranstaltung am Di.,13.06., wird er nochmals zu den „Junggebliebenen“ kommen und mit ihnen die Reanimation bzw. „Herz-Lungen-Wiederbelebung“ und Anwendung des Defibrillators üben.

In der Maiveranstaltung war Altlandrat Eberhard Irlinger zu Gast; er unterhielt die Anwesenden mit humorigen Texten und Liedern zum Mitsingen; auch er wird vor Weihnachten wieder mit Gitarre und Hackbrett zu einer Veranstaltung der „Junggebliebenen“ kommen und Adventsstimmung verbreiten .

Melitta Schön informierte über den Busausflug am Di., 11.07., nach Bad Mergentheim und ins Taubertal mit Bulldog-Kutschenfahrt und Weinprobe.

Detlef-Lutz Pertek für „Junggebliebene“ im Mai 2017

Farblos und leer zeigte sich die Natur im Februar. „Schön wäre es, wenn wir bunte Blumen im Garten hätten“, seufzte eine Bewohnerin mit Blick aus dem Fenster. Etwas wehmütig kehrten die Erinnerungen an den eigenen Garten zurück. Gedanklich aalten wir uns in einem Blumenmeer und wünschten uns pflegeleichte, beständige, bunte Blumen in das jahreszeitliche Grau.

Es verging keine Woche, da surrte eine elektrische Tischsäge durch Holzplatten und verwandelte diese zu Blüten und Blätter. Eifrig schmirgelten und schliffen unsere Senioren, mit Sandpapier, die Konturen ab. Farben wurden ausgewählt oder auch gemischt und mit Pinseln aufgetragen. In Gedanken versunken, beseelt vom eigenen Tun und Können, sind es jene Momente, in denen Zeit und Raum bedeutungslos werden.

Nun stehen sie da, bunte Blumen, und säumen bunt und fröhlich die Wege des Gartens und kündigen den Frühling an. Um der Größe unserer Blüten und Blätter gerecht zu werden, dienen nun Äste und Holzstickel als Stiel oder Stängel. Beherzt halfen auch hier die Bewohner mit. Gleich ob es um das Halten eines Arbeitsstückes ging oder die Blüten und Blätter vorzubohren oder auch die Handsäge zu führen für einen Gehrungsschnitt der zukünftigen Stiele, unsere Senioren waren eifrig dabei. Mit Unterstützung unseres Hausmeisters „Jörg“ gruppierten wir unsere Kunstwerke im Garten.

Die anfängliche Sorge, die Blumen könnten über Nacht ihren Standort wechseln, verebbte nach einigen Tagen. Auf den Spaziergängen um das Haus, liefert die eigene Schaffenskunst, jede Menge Gesprächsstoff. Mit strahlender Freude und Stolz erzählen die Bewohner von „Ihren“ Blumen.
Bericht v. Christine Müller, soz. Betreuung